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Deutsche Jugend-Meisterschaften in Berlin (20.07.2008)

Plätze 7 und 13 für Wittenbrink und Westermann

Mit rund 2200 Meldungen aus über 500 Vereinen verzeichnete der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) ein erfreuliches Meldeergebnis für die Deutschen Jugend-Meisterschaften, die am letzten Wochenende im Berliner Olympiastadion ausgetragen wurden. Die Veranstaltung wurde gleichzeitig als wichtiger Test für die Weltmeisterschaften genutzt, die im kommenden Jahr an gleicher Stelle stattfinden. So wurde neben sämtlichen Wettkampf- und Aufwärmanlagen auch die Infrastruktur des Olympiastadions getestet.

So durften die Athleten (im Alter von 16 bis 19 Jahren) als eine der Ersten Bekanntschaft mit der nagelneuen Bahn im für das Aufwärmen vorgesehenen Hanns-Braun-Stadion machen, deren Tartanbelag ebenso blau ist wie der Belag im großen Stadion nebenan.

Phil Wittenbrink
Phil Wittenbrink von der LAG Gütersloh durfte als einer der ersten Athleten das Stadion betreten, der Stabhochsprung der männlichen Jugend B stand sehr früh auf dem Zeitplan am ersten Wettkampftag. Nachdem das Einspringen optimal lief, entwickelte sich der Wettkampf für Wittenbrink und die aus Gütersloh angereisten Fans zu einem wahren Krimi. Erst im dritten und letzten Versuch übersprang der Kreisrekordler (4,56m) seine Anfangshöhe von 4,15m, nachdem Trainer Alexander Sczyrba und Athlet sich für einen weicheren Stab entschieden hatten.

Der weitere Verlauf des Wettkampfs lief dann allerdings sehr zufriedenstellend. Wittenbrink meistert die 4,30m und 4,40m jeweils im ersten Versuch. Bei dieser Höhe sorgte der Leverkusener Marvin Caspari für eine Schrecksekunde, als er nach seiner Lattenüberquerung auf der Kante der erstmals hier getesteten Luftmatte landete, die ihn auf den Boden katapultierte. Nach einer kurzen Behandlungspause stand er glücklicherweise wieder auf seinen Beinen, mußte seinen Wettkampf jedoch beenden.

An 4,50m scheiterte Wittenbrink knapp, im ersten Versuch war nur die Nase des 16-Jährigen im Weg, mit der er die Latte knapp riss. Mit 4,40m wird Wittenbrink schließlich Siebter, zu einer besseren Platzierung wären 4,60m nötig gewesen. Den Wettkampf gewann Sebastian Koehl (LA Team Saar) mit 4,80m.

Laura Westermann

Im Speerwurf der weiblichen Jugend A ging Laura Westermann an den Start. Mit einer Saisonbestleistung von 42,66 Meter stand Westermann auf Platz 16 der Meldeliste. Ein Gewitterguss direkt vor dem Beginn des Wettkampfs sorgte für schwierige Bedingungen, ein Sturz auf der nassen Bahn sorgte außerdem für Nervosität. Alle Teilnehmer blieben im ersten Versuch deutlich unter ihren Bestleistungen, so auch Westermann mit nur 37,13 Meter. Im zweiten Versuch lief es schon deutlich besser, der Speer landete bei 41,08 Meter. Im dritten Versuch steigerte Westermann sich noch auf 42,08 Meter und lag lange auf Platz 12, bis Carolin Streipart (ASV Erfurt) im letzten Versuch noch 42,10 Meter warf und sich an Westermann vorbei schob.

Den Wettkampf gewann überraschend Isabelle Janz (LG Offenburg), die in ihrem letzten Versuch die lange Zeit führende Sarah Nöh (TSV Bayer Leverkusen) um 8 Zentimeter übertraf und mit 51,04 Meter gewann.

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